Ursachen und Behandlung bei tierischem Brechreiz

 

Was oft dramatisch aussieht, ist in den seltensten Fällen wirklich gefährlich. Viel eher ist es als Schutzreflex des Körpers hilfreich um den Verdauungstrakt zu entlasten.

Das Erbrechen des Hundes ist ein sehr häufig gezeigtes Symptom und auf vielerlei Ursachen zurückzuführen. Während das einmalige oder plötzliche Auswürgen von Gallenflüssigkeit und halbverdautem Futter meist harmlose Gründe hat und nicht weiter abgeklärt werden muss, sollte insbesondere anhaltendes Erbrechen unbedingt tierärztlich abgeklärt werden, denn Vomitus kann auch auf Krankheitserreger, Parasiten oder gar Gift im Magen hinweisen.

Ursachen für das Erbrechen beim Hund

Übergibt sich der Hund einmalig weil er beispielsweise zu schnell oder zu viel gefressen hat oder der Magen sich insbesondere nach dem Fressen von Gräsern selbst reinigt, ist kein Grund zur Sorge geboten. Ist der Vierbeiner insgesamt fit und macht einen munteren Eindruck, kann die leichte Magenverstimmung auch gut mit Schonkost kuriert werden. Anders schaut es hingegen aus wenn weitere Symptome auftreten. Häufig lassen sich die – mitunter schwerwiegenden – Ursachen für das Erbrechen dann seitens des Tierarztes nur mittels Blutuntersuchung, Magenspiegelung, Röntgen oder Ultraschall ermitteln. Häufig finden sich krankheitsbedingte Gründe für das Erbrechen in:
° Vergiftungen
° Infektionen durch Viren, Bakterien oder Parasiten
° Entzündungen von Magen-Darm-Trakt, Magenschleimhaut oder Bauchspeicheldrüse
° Magengeschwür
° Magendrehung
° Leber- und Nierenerkrankungen
° Diabetes, Krebs oder psychische Faktoren
Aber auch hastiges Fressen, rasche Futterumstellung oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten können ebenso wie das Verschlucken von Fremdkörpern ein Übergeben auslösen.

Hund erbricht – was tun?

Während akutes Erbrechen nur kurzweilig und spontan erbricht, bessert es sich im chronischen Fall selten von allein und kann sogar länger als zwei Wochen andauern. Die Behandlung erfolgt immer unter Berücksichtigung aller einfließenden Faktoren, zum Teil auch medikamentös wobei niemals in die eigene Hausapotheke gegriffen werden sollte – ein Großteil der für Menschen zugelassenen Präparate können für Hunde eine tödliche Wirkung haben!
Geht es dem Vierbeiner besser gilt ebenso wie beim Durchfall: kontrollierte Nahrungsaufnahme und Schonkost.
Werden einhergehend mit häufigem Erbrechen jedoch ein geschwächter Gesamteindruck, deutliche Schmerzanzeichen oder wackelige Hinterbeine, ebenso wie verminderte Wasseraufnahme, gestörte Darmfunktionen oder gar Blut entdeckt handelt es sich um einen Notfall. Auch wenn der Verdacht besteht, dass der Hund Gift zu sich genommen hat oder das Erbrochene an Kaffeesatz erinnert muss der Vierbeiner umgehend in tierärztliche Behandlung.
Hundehalter kennen ihre Hunde am allerbesten und das Beobachten des Vierbeiners ist in Fällen von Erbrechen besonders wichtig. Erscheint irgendetwas komisch oder es zeigen sich Anzeichen einer Vergiftung oder verschluckter Fremdkörper muss notfallmäßig eine schnelle Behandlung erfolgen.